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Unsere Sekundarstufe besuchen Schülerinnen und Schüler der 7., 8., 9. Klasse. Es ist auch möglich, ein 10. Schuljahr bei uns zu besuchen. Unsere Sekundarstufe hat die Schulbewilligung des Kantons Schwyz. Wir bieten Platz für 20 Kinder, die von zwei Sekundarstufen-Lehrpersonen begleitet werden.

Voraussetzungen für Aufnahme sind das Erreichen der Bildungsziele der Primarschule in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch, sowie das Erfüllen unserer Vorgaben im Sozial- und Arbeitsverhalten. Wir erwarten von den Schülerinnen und Schülern die Fähigkeit, sowohl im Team wie auch alleine selbstständig arbeiten zu können. Der Schwerpunkt in der Sekundarstufe liegt darin, den Jugendlichen Begleitung, Raum, Zeit und Materialien zur Berufsfindung und Persönlichkeitsfestigung zur Verfügung zu stellen. Die Lehrpersonen führen die Jugendlichen in alle Themen der Oberstufenbildungsziele ein. Das notwendige Lernen und Vertiefen erledigen die Schülerinnen und Schüler in Gruppen-, Partner- und Einzelarbeit.

In den drei bis vier Jahren der Sekundarstufe unterstützen wir die Jugendlichen auf ihrem Weg zu ihrer Berufsfindung. Wir ermuntern sie, ihren Neigungen und Interessen nachzugehen. Wir geben ihnen Zeit für Praktika und Schnupperwochen.

Lernzeiten

Die Lernzeiten dauern auf dieser Stufe den ganzen Vormittag. Englisch, Französisch, Deutsch und Mathematik (und auch die Turnstunden) sind fix im Stundenplan festgelegt. Andere Bereiche (Naturwissenschaften, Geschichte, Politik, Lebenskunde, Musik, Gestalten etc. ) werden über mehrere Tage und Wochen hinweg als Schwerpunktthemen erarbeitet. Dafür stehen vor allem die Nachmittage, aber auch der  Donnerstag zur Verfügung. Zu vielen Themen können die Jugendlichen oft frei (alleine oder in kleinen Gruppen) arbeiten, und sich aktiv ihren Interessensgebieten widmen. Auch längere Projektzeiten sind ein wichtiger Bestandteil des selbstständigen Lernens in der Sekundarstufe. Die Schülerinnen und Schüler besprechen regelmässig ihre Arbeits- und Lerntechniken mit den Lehrpersonen. Die wöchentliche Schulversammlung ist auch auf dieser Stufe ein wichtiger Bestandteil, welcher den Lernprozess im sozialen und organisatorischen Bereich strukturiert und unterstützt.

 

Rechte und Pflichten

Den Jugendlichen steht ein eigener Raum zur Verfügung, welchen sie selber gestalten dürfen und in Ordnung halten müssen. Gemeinsam mit den Lehrpersonen stellen sie Teile des Jahresprogramms zusammen, organisieren gemeinsame Exkursionen und geben Anregungen, welche Fachpersonen eingeladen werden sollen. Mehrmals im Jahr schreiben die Jugendlichen Arbeiten und halten Vorträge, sie gestalten Präsentation und schreiben eigene Texte.

 

Angebote

Den SchülerInnen stehen Computer mit Internetanschluss und ausgewählte Lernprogramme zur Verfügung, ebenso angepasstes Lernmaterial für ihre Altersstufe. In Absprache mit den Lehrpersonen und den Eltern dürfen sie jederzeit in der Berufswelt schnuppern. Der Weg in die Berufswelt soll zum eigenen, überzeugten Entscheid der Jugendlichen werden. Ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wird gestärkt, so dass sie mit Motivation und Mut die nächsten Schritte ins (Erwerbs-) Leben wagen. Die Erwachsenen begleiten und unterstützen sie dabei aktiv. Die Lehrpersonen stehen den Jugendlichen zur Seite, helfen dabei, Bedürfnisse zu klären, Stärken und Schwächen richtig einzuschätzen, Lösungen zu finden, und Vorbereitungen für den weiterführenden Lebensweg zu treffen.

Zweimal pro Jahr ist für die ganze Schule Projektzeit. Während vier bis sechs Wochen beschäftigen sich die SchülerInnen alleine oder in kleinen Gruppen intensiv und fächerübergreifend mit einem Thema. Themen waren zum Beispiel: Licht und Dunkelheit, der Kreislauf des Lebens, Erfinder und Erfindungen, von der Materie zum Objekt, Menschen aus aller Welt. Sie arbeiten dabei alleine oder zu zweit. Am Ende der Projektwochen stellen die Kinder ihre Arbeiten, die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil bestehen, allen SchülerInnen, MitarbeiterInnen und Eltern in einer Präsentation vor.

Spezielles

Mindestens einmal pro Jahr, oft auch mehrmals, absolvieren die Jugendlichen eine Praktikumswoche in einem Betrieb. Vielleicht interessieren sie sich bereits für eine bestimmte Berufsrichtung, und suchen sich dort eine Schnupperstelle. Oder sie arbeiten in einem sozialen, handwerklichen oder landwirtschaftlichen Betrieb, um erste Erfahrungen in der Berufswelt zu machen. Neben dem strukturierten Schulalltag wollen wir den Jugendlichen unbedingt Zeit und Raum dafür geben, sich selber als tätiges Mitglied der Gesellschaft zu erleben. Die Jugendlichen müssen sich während der Praktikumswoche ausserhalb der Klassengemeinschaft erproben, ihre Grenzen spüren, erleben, wie sie von anderen Menschen wahrgenommen werden und mit neuen ungewohnten Situationen zurecht kommen. Im Kontakt mit dem Handwerk, den Menschen, den Tieren, den Materialien machen sie wichtige soziale, kognitive und motorische Erfahrungen. Sie entdecken ihre Fähigkeiten und Grenzen. Sie lernen, sich selber besser einzuschätzen und erleben auch, wie sie von anderen Menschen wahrgenommen werden.

Ein Übertritt in eine Mittelschule oder Fachmittelschule ist normalerweise problemlos möglich. Jugendliche, die sich dafür interessieren, bereiten sich im zweiten Sekundarstufenjahr speziell auf die jeweilige Aufnahmeprüfung vor.

 

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