Primar

Die Primarstufe ist unsere Abteilung für die Kinder von 4 bis 12 Jahren. Unsere Primarschule führen wir als Tagesschule und als Gesamtschule. In der Regel treten die Kinder ab dem 4. Schuljahr aus der Basisstife in die Primarstufe über. Ein Eintritt – auch aus anderen Kindergärten oder aus anderen Schulen – ist jederzeit möglich.

Wir orientieren uns an der Pädagogik von Maria Montessori, den entwicklungspsychologischen Erkenntnissen von Remo Largo und Jean Piaget, sowie erzieherischen Grundsätzen nach Jesper Juul. Ebenfalls lassen wir uns von erfolgreichen Schulen aus dem In- und Ausland inspirieren.

Wir stellen den Kindern eine vorbereitete Umgebung zur Verfügung, die den Interessen und Bedürfnissen der Kinder angepasst ist. Die Kinder haben immer auch Zeit für eigene Ideen und Projekte. Das vielseitige Material erlaubt dem Kind selbständiges Arbeiten, beliebige Wiederholmöglichkeiten, Selbstkontrolle und ein individuelles Lerntempo.

Lernzeiten

Die Basisstufe und die Primarstufe beginnen den Tag gemeinsam um 08.30 Uhr. Alle Kinder arbeiten während den Lernzeiten an den Themen Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Naturwissenschaften gemäss dem Stundenplan. Die Lehrpersonen stellen während dieser Lernzeiten Materialien und Themen vor und betreuen die Kinder individuell. Diese Stunden gestalten wir interessant und abwechslungsreich: Oft arbeiten wir mit Montessorimaterial und anderen konkreten Materialien. Die Welt der Sprachen und die Welt der Zahlen können die Kinder auf verschiedenen Ebenen erfahren und einüben. Das Lernen erfolgt spielerisch und ist dem Tempo der einzelnen Kinder angepasst. Die Kinder lernen selbstständig mit geeignetem Lernmaterial und zusammen in kleinen Lerngruppen. Die Kinder der Basisstufe fördern wir in einer kleinen Gruppe ganz speziell. Sie dürfen schon früh Erfahrungen mit Sprache und Mathematik machen.

Selbstständiges Lernen

Mit zunehmendem Alter erarbeiten die SchülerInnen ihre Lernziele vermehrt selbstständig in Form von Vorträgen, Recherchen, Zeitungsberichten und Projekten.

Die Lehrpersonen begegnen den Kindern mit Respekt und Wertschätzung und nehmen die Bedürfnisse der Kinder ernst. Wir orientieren uns am Modell der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg. Bei Konflikten zwischen den Kindern bieten wir nicht einfach Lösungen an. Wir beobachten, nehmen Anteil und reagieren mit Begleitung und aktivem Zuhören. Wir setzen dort Grenzen, wo bedrohliche Gefahren sind, und wo das Eigeninteresse eines Kindes die Gemeinschaft (zu) stark einschränkt.

Die Schulregeln werden mit den Kindern zusammen erarbeitet und gegebenenfalls angepasst. Die Regeln dienen dazu, die Umgebung entspannt zu halten.

Angebote der Primarschule

Der Donnerstag ist unser Exkursionstag. Wir machen Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Wir besuchen die Feuerwehr, eine Bäckerei, den Bauernhof, entdecken verschiedene Museen und machen interessante Führungen mit, wir besichtigen die Ausstellungen, wir gehen auch oft in den Wald, an einen Bach oder an den See. Im Winter baden wir im Hallenbad, rutschen Schneehänge herunter oder gehen hinaus in den Schnee. Oder wir laden interessante Leute ein, die uns etwas zu zeigen und zu erzählen haben.

Je einmal pro Woche finden der Morgenkreis und die Schulversammlung statt. Dort feiern wir Rituale, erzählen uns von unseren Erlebnissen und Erfahrungen, suchen miteinander Lösungen bei Konflikten und Problemen mit Schulregeln, besprechen organisatorische Fragen, Ideen und Projekte.

Einmal pro Woche gehen wir zusammen in die Turnhalle für Spiel und Sport. Aber auch während des Jahres betätigen wir uns sportlich, sei es bei der Vorbereitung auf die Veloprüfung, beim Schwimmen im Hallenbad oder im See, beim Schlittschuhlaufen, Skifahren, Schlitteln, oder beim freien Spiel in der Umgebung der Schule.

Zweimal pro Jahr ist für die ganze Schule Projektzeit. Während vier bis sechs Wochen beschäftigen sich die SchülerInnen alleine oder in kleinen Gruppen intensiv und fächerübergreifend mit einem Thema. Themen waren zum Beispiel: Licht und Dunkelheit, der Kreislauf des Lebens, Erfinder und Erfindungen, von der Materie zum Objekt, Menschen aus aller Welt. Am Ende der Projektwochen stellen die Kinder ihre Arbeiten, die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil bestehen, allen SchülerInnen, MitarbeiterInnen und Eltern in einer Präsentation vor.

Im Juni gehen wir alle zusammen eine Woche ins Zeltlager an den Seelisberg-See. Dort machen die Kinder wichtige Naturerfahrungen, sie kochen, essen und spielen zusammen, sie bewegen sich im und am Wasser, und sie schlafen eine ganze Woche zusammen in Zelten.

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